Lawinenwarndienst Steiermark

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Der Winter mit Schnee lässt weiterhin auf sich warten

Erstellt am 8. Dezember 2016

Ein nachhaltiger Wintereinbruch ist vorerst nicht in Sicht. In den nächsten Tagen wird es sogar sehr mild, denn wir rücken dem Zentrum des  über Mittel- und Südeuropa liegenden Hochdruckgebietes näher. Auf den Bergen scheint die Sonne, und vor allem im Mittelgebirge liegen die Temperaturen um 5 bis 10 Grad über den für Anfang Dezember durchschnittlichen Werten. In 1000 Meter Höhe hat es in den nächsten Tagen um plus 10 Grad, in 2000 Meter um plus 5 Grad.

Am Sonntag Abend ziehen von Nordwesten her Wolken auf, und in der Nacht auf Montag kann es stellenweise ein wenig regnen oder schneien, wobei die Schneefallgrenze allmählich auf 800 bis 500 Meter sinkt. Das sieht aber derzeit nur nach einer sehr schwachen Kaltfront aus, größere Schneemengen sind nicht zu erwarten.

Für die kommende Woche ist die Entwicklung der Temperatur dann überhaupt noch sehr unsicher. Da liegen wir zwischen sehr kalter Luft in Osteuropa und der milden Luft im Westen. Für Österreich zeigen die Vorhersagemodelle momentan noch eine sehr große Bandbreite an Möglichkeiten, von sehr kalt bis sehr mild. Größere Niederschlagsmengen sind nicht dabei.

Ensemble-Modelllauf der Temperatur in ca. 1.500m bis Weihnachten: relativ abgesichert ist nur die Erwärmung am Wochenende und die nachfolgende Abkühlung in der Nacht auf Montag, den 12.12. Danach kann man sich’s aussuchen...

 

Ensemble-Modelllauf des Niederschlags in ca. 1.500m bis Weihnachten: der weitere Verlauf nach dem 12.12. bleibt noch ungewiss…
 
So wie am Hochschwab-Plateau siehts derzeit fast überall im Hochgebirge aus: wenig bis gar kein Schnee und verharschte, schattseitig auch vereiste Oberflächen. Foto: A. Pilz
 
Triebschnee liegt ganz vereinzelt in kleinen, eingewehten Mulden schattseitiger Hochlagen. Foto: A. Pilz