Lawinenwarndienst Steiermark

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Fortbildung des Österreichischen Naturfreunde Ausbildungsteams beim Steirischen Lawinenwarndienst

Erstellt am 18. Jänner 2015

Am Freitag den 16.01.2014 begann um 16.00 Uhr die Fortbildung für das Ausbildungsteam der Naturfreunde Österreich. Die Weiterbildung wurde in zwei Teile aufgeteilt: in einem theoretischen Teil am Freitag und einem praktischen Teil im Gelände am Samstag.

Der Freitag begann mit einer Führung bei der ZAMG Graz. Im Büro wurde gezeigt, wie eine Wetterprognose zustande kommt.

Weitere Themen waren:

  • Die Arbeitsweise des Steirischen Lawinenwarndienstes
  • Die Verwendung der neuen Symbole und die typischen Situationen im Lawinenlagebericht
  • Nutzung der neuen Homepage
  • Während eines gemeinsamen Abendessens wurden die offenen Fragen diskutiert.
Vortrag: Wiekommt es zu einer Wetterprognose. Quelle: Marcellus Schreilechner

Der gemeinsame Geländetag führte uns auf die Winterleitenhütte. Während des Aufstieges wurde die heutige Lawinensituation besprochen und ein möglicher Standort für die Schneedeckenuntersuchungen diskutiert. Nach dem Lawinenunfall eines Lawinenkommissionsmitgliedes in Tirol, welcher bei der Schneeprofilerstellung verschüttet wurde, war der Sicherheitsaspekt ein großer Schwerpunkt bei der Diskussion. 

Die Standortauswahl ist von einem Schneeprofil ist unserer Sicht nach abhängig von der Aufgabenstellung (Aussagekraft) und von der Erfahrung. Geländekenntnis ist dabei Voraussetzung um auch bei widrigen Wetterbedingungen einen sicheren Zu- und Abstieg gewährleisten zu können. Aufgrund der derzeitigen Situation haben wir uns entschlossen einen Nordwestexponierten Hang in ca. 1900m zu beproben.

Grabarbeiten für die Schneedeckenuntersuchungen                Quelle: Marcellus Schreilechner

 

ECTS - Testanordnung. Quelle: LWD

Ergebnisse:

  • Schneeprofil siehe LAWIS
  • Auslösung des K.O.Stufe 1 – an den bodennahen kantigen Formen
  • Mittels kleinen Blocktest wurde eine Graupelschicht gefunden
  • ECTS Test: Stufe 12 – Auslösung auf der Graupelschicht, Teilbruch
  • Messung der Schneedeckentemperatur: lag bei ca. -1,5 Grad

Die Schneeschichten in der Altschneedecke haben sich aufgrund der Erwärmung gut miteinander verbinden können. Bei den diversen Tests konnte keine Bruchausbreitung in den möglichen Schwachschichten festgestellt werden.

 

Gruppenfoto der Teilnehmer und LWD. Quelle: Marcellus Schreilechner

Der LWD bedankt sich für einen lehrreichen gemeinsamen Geländetag und freut sich auf weitere Kooperationen.