Lawinenwarndienst Steiermark

Logo: Join us on Facebook Logo: Lawinenwarndienst Steiermark Logo: Das Land Steiermark

Fortbildung für Lawinenwarnkommissionen

Erstellt am 21. Dezember 2016

Von 13. bis 16. Dezember 2016 fandet auf der Turracher Höhe eine länderübergreifende Fortbildung für 60 Verantwortliche von regionalen Lawinenwarndiensten und Lawinenkommissionen statt. Organisiert und durchgeführt wurde der Kurs von der ZAMG und den Ländern Steiermark, Niederösterreich und Kärnten. In Theorie und Praxis werden unter anderem die Beurteilung der Lawinengefahr, das Suchen und Bergen von Verschütteten und Einsätze mit dem Hubschrauber behandelt.

Nahe an der Realität: Der Umgang mit der Notfallausrüstung, speziell das Auffinden eines Verschütteten wurde eindringlich erklärt und geübt. Quelle: LWD

Speziell das Üben im Gelände war heuer ein Themenschwerpunkt. So können mögliche Probleme oder Unsicherheiten schnell erkannt und behandelt werden, damit im Ernstfall alle Abläufe optimal funktionieren. Unter anderem wurde die effiziente und schnelle Suche von Verschütteten und der sicheren Umgang mit Hubschraubern, wie zum Beispiel das richtige Einweisen und das Einsteigen bei laufenden Rotoren, geübt und trainiert. Ein eindrucksvolles Video dazu gibt es auf der LWD-Facebookseite! Außerdem wurde am Beispiel der Turracher Straße das Prozedere von Sperren und Öffnen eines wichtigen Verkehrswegs bei Lawinengefahr durchgespielt.

Den Teilnehmern wurden die richtigen Verhaltensweisen im Umgang mit den Hubraubertypen Alouette (Bundesheer) und Ecureuil (BMI) erklärt, bevor alle zu einem fiktiven Erkundungsflug abheben durften! Quelle: Tisch
Die Übung zur Sperrung der Turracherstraße beinhaltete natürlich die Erkundung und Begutachtung der Lawineneinzugsgebiete. Quelle: LWD

Der theoretische Teil behandelte unter anderem, wie man aus der Vielzahl an Wetter- und Schneedaten zu einer fundierten Beurteilung der Lawinengefahr kommt. Erstmals wurden die Teilnehmer heuer auch für den Umgang mit Medien geschult, um die Lawineninformationen bestmöglich zu kommunizieren.

Das gesamte Team bedankt sich an dieser Stelle noch einmal beim Bundesheer und dem BMI für die einwandfreie Zusammenarbeit und die Bereitstellung der Hubschrauber!