Lawinenwarndienst Steiermark

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Großes Flugaufgebot während des Wetterfensters am Freitag

Erstellt am 12. Jänner 2019

Auch wenn das Wetter anfänglich noch nicht in allen Regionen mitspielte, so konnte das prognostizierte Wetterfenster am Freitag letztlich doch für eine ganze Reihe notwendig gewordener Flüge genutzt werden. Somit standen die Maschinen des BM.I und des Bundesheeres im Dauereinsatz. Neben dringenden Versorgungsflügen stand aus lawinenrelevanter Sicht vor allem die Beurteilung der Einzugsgebiete für die Bewertung der örtlichen Lawinengefahr durch Kommissionen im Vordergrund. Es galt Sprengungen durchzuführen, um gespannte Bereiche zu entladen sowie die Stabilität der Hänge entlang gefährdeter Straßen- und Siedlungsbereiche zu begutachten. Seitens des Lawinenwarndienstes war wichtig, sich einen großflächigen Überblick über Schneemächtigkeiten, das Ausmaß der Windverfrachtungen in den Hochlagen sowie Anzahl und Größe der Lawinenabgänge zu verschaffen. Speziell auch mit dem Wissen um die neuerliche Verschlechterung der Wetterlage ab Samstag und aufgrund der bevorstehenden Niederschläge am Wochenende und am Beginn der kommenden Woche.

Links: Gleitschneelawinen und ältere Schneebretter am Leobner. Rechts: Gleitschneerisse und Gleitschneeentladungen. (Quelle: LWD Steiermark)
Links: Schneemäuler und Gleitschneelawinen ober- und unterhalb der Verbauungen (Vordernberger Mauern). (Quelle: LWD Steiermark). Rechts: Zum Teil gut gefüllte Lawinenverbauungen am Niederalpl. (Quelle: Alpinpolizei, Püreschitz)
Auch am Rauschkogel, der in der letzten Saison Schauplatz für mehrere Lawinenunfälle war, wurde eine rege Gleitschneeaktivität registriert. (Quelle: Alpinpolizei, Püreschitz)
Weiteres Bildmaterial von der Tamischbachturmlawine: Die Lawine spaltete sich im unteren Teil ihrer Bahn in drei Äste auf, Teile davon überspülten die Lawinengalerien (linke Abbildung). (Quelle: LK Gesäuse, Krenn)
Vergleich der Verhältnisse während des Stationsaufbaus (links) und beim gestrigen Erkundungsflug (rechts). Als Parallele zum Loser (Beitrag weiter unten) ragt nur noch der obere Teil der Station aus den Schneemassen... (Quelle: LK Gesäuse, Krenn)