Lawinenwarndienst Steiermark

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500 Teilnehmer beim Lawinensymposium in Graz

Erstellt am 10. October 2017

Am Samstag, 7. Oktober 2017, fand in Graz das 2. Internationale Lawinensymposium statt, veranstaltet von den Naturfreunden Österreich und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Das Interesse war sehr groß, rund 500 Besucherinnen und Besucher informierten sich bei Vorträgen, Workshops und im Ausstellerbereich.

Der Saal der Arbeiterkammer war bei allen Vorträgen sehr gut gefüllt. (Foto: Leitgeb)

Internationale Referenten aus Norwegen, Kirgistan, Deutschland, Schweiz und Österreich berichten beim 2. Internationalen Lawinensymposium in Graz über die neuesten Erkenntnisse in der Schnee- und Lawinenkunde, analysierten Lawinenunfälle vom Ereignis bis zur gerichtlichen Untersuchung und zeigten, wie im Gelände optimale Entscheidungen getroffen werden können.

Bei der Verlosung zum Ende der Veranstaltung durften zwei unserer ausländischen Gäste (Rune Engeset (Norwegen) und Aleš Poredoš (Slowenien)) als Glücksfeen agieren. (Foto: Leitgeb)

Rückmeldungen zum „Nachmittagsbericht" sehr gut

Auch der Nutzen jüngster Neuerungen im Lawinenwarndienst wurde besprochen. So zeigt eine Umfrage, dass die Veröffentlichung des Lawinenlageberichts am Nachmittag sehr gut angenommen wurde, sagt ZAMG Lawinenexperte Arno Studeregger: „Die Lawinenwarndienste Steiermark, Niederösterreich und Kärnten veröffentlichen seit der letzten Wintersaison den täglichen Lawinenlagebericht nicht mehr in der Früh, sondern bereits am Vortag bis spätestens 18 Uhr. So erhalten die Tourengeher mehr Zeit für eine optimale Planung ihrer Schitour. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sie die Neuerung als ´besser, zutreffender und informativer´ sehen. Das ist sehr erfreulich."

Vertreter der Naturfreunde Österreich schlugen daher beim Lawinensymposium vor, österreichweit den Lawinenlagebericht bereits am Vortag auszugeben und eine Version in englischer Sprache auf der Website der Europäischen Lawinenwarndienste (www.avalanches.org) zu veröffentlichen.

Auch über die Schwierigkeiten der Lawinenprognose wurde berichtet und diskutiert. Beim Vortrag von Christian Pehsl von der ZAMG ging es speziell um die Probleme bei der Prognose der Schneefallgrenzen. (Foto: Leitgeb)

Erste Erfahrungen mit „W3-Matrix"

Weiters berichteten der bayrische Lawinenexperte Bernd Zenke und Martin Edlinger (Naturfreunde) von den ersten Erfahrungen mit dem sogenannten W3-Konzept „Wer geht wann wohin?"). Es dient der Selbsteinschätzung für eigenverantwortliches Handeln im winterlichen Gebirge. Wintersportlerinnen und -sportler stufen sich anhand einer Matrix selbst ein und erhalten so unter anderem Informationen, welches Gelände für sie geeignet ist und welche Fortbildungsmaßnahmen optimal wären. Die Rückmeldungen aus den seit 2016 durchgeführten Aus- und Fortbildungen hoben den durch die Matrix strukturierten Zugang zur Lawinenausbildung hervor, und die Praxis zeigte, dass Ausbilder und Teilnehmer durch den definierten Kompetenzbereich auf den einzelnen Ebenen schnell zueinander finden.

Parallel zu den Vorträgen wurden auch vier Workshops zu verschiedenen Themen angeboten, welche alle mehr als ausgebucht waren. (Foto: Leitgeb)

Der Lawinenwarndienst bedankt sich für eure zahlreiche Teilnahme und hofft, dass ihr viele Informationen für euren kommenden Winter mitgenommen habt!

Und für alle die nicht dabei waren oder nochmal die spannenden Inhalte des Symposiums nachlesen wollen, gibt es den Tagungsband >>HIER<< zum Herunterladen.

Zusätzlich findet ihr alle Fotos der Veranstaltung  >>HIER<< zum Durchschauen!