Lawinenwarndienst Steiermark

Logo: Join us on Facebook Logo: Lawinenwarndienst Steiermark ISSW 2018 Logo: Das Land Steiermark

Neuerlicher Wintereinbruch bis in tiefere Lagen

Erstellt am 6. November 2017

Ein sich abschnürendes Tief mit kalten Luftmassen von Skandinavien hat von Sonntag auf Montag die Schneefallgrenze bis auf 900 m Seehöhe absinken lassen und stellenweise ausgiebige Neuschneemengen gebracht. Die INCA-Analyse und verschiedene Wetterstationen zeigen, dass in den Bergen der Obersteiermark bis zu 50cm Neuschnee gefallen sind.

INCA-Neuschneeanalyse von Montag, 6.11.2017 7 Uhr früh für die letzten 24 Stunden. (Quelle: ZAMG)
Stationsdaten von der Planneralm, der deutlich erkennbare Wetterlagenwechsel (Föhn bricht zusammen, kalte Lutmassen sikern von Norden ein) sorgt zusammen mit einem Tief im Süden für Neuschnee und Temperaturrückgang. (Quelle: LWD)

Am Samstag, noch vor den kräftigen Niederschlägen von Sonntagnacht auf Montag, war das Hochschwab-Plateau schon fast bereit für die erste Skitour.

Blick von den Aflenzer Staritzen Richtung Westen zum Hochschwabgipfel und zur Eismauer. (Quelle: Pilz A.)

Das Höhentief wandert weiter vom Golf von Genua Richtung Osten und bringt bis Donnerstag noch neuerliche Niederschläge wobei die Schneefallgrenze von ca. 1000 m Seehöhe langsam ansteigt. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt in den kommenden Tagen eher in der südlichen Steiermark, wodurch laut Prognose besonders das westliche Randgebirge sowie die Gurk- und Seetaler Alpen am meisten Neuschnee abbekommen werden.

Prognose des Neuschnees für die nächsten 48 Stunden ab 6.11.2017 0 Uhr. (Quelle: ZAMG)

Obwohl der Neuschnee meist bei geringem Windeinfluss gefallen ist, kann in höheren Lagen, in denen bereits eine Schneedecke vorhanden war, die Verbindung zwischen Neu- und Altschneeschicht unzureichend sein. Lokal gilt es auf ein vorherrschendes Triebschneeproblem zu achten! An frische eingeschneiten, steilen Grashängen kann zudem die Schneeauflage auf den noch warmen Böden als Gleitschneerutsch abgleiten.