Lawinenwarndienst Steiermark

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Neuheiten bei den Lawinenrucksäcken

Erstellt am 9. Dezember 2016

Liebe Tourengeher!

Die Ausstatter von Lawinenrucksäcken haben uns folgende Informationen zukommen lassen:

 

PIEPS Jetforce

Mit der Einführung des PIEPS Jetforce wurde der Lawinenairbag-Markt revolutioniert. Dabei handelt es sich um die erste elektronische Lawinenairbag-Technologie mit Düsengebläse, die rein die Umgebungsluft zum Aufblasen benutzt und Mehrfachauslösungen ermöglicht. Der 200 Liter große Jetforce-Airbag wird in weniger als 3 Sekunden befüllt.

Dies ermöglicht der Rotor des Düsengebläses mit einer Drehzahl von 60.000 Umdrehungen pro Minute. Regelmäßiges Nachblasen garantiert die Aufrechterhaltung des Volumens, selbst bei kleinen Airbag-Verletzungen (Loch, Schnitt). Das Jetforce-System verwendet einen speziellen Lithium-Ionen-Akkumulator. Dieser Akku-Typ erzeugt hohe Stromstärken auch bei tiefen Minustemperaturen. 500 Ladezyklen sprechen für eine lange Lebensdauer und nahezu keine Selbstentladung für einfache Lagerungseigenschaften.

Der kompakte Lithium-Ionen-Akku ermöglicht mindestens 4 Airbag-Auslösungen pro Ladung und ist auch für Flugreisen völlig unkompliziert geeignet.

Üben ohne Zusatzkosten

In 20% der Ernstfälle löst der Benutzer aufgrund von Unsicherheit mit dem Mechanismus nicht aus. Vertrautheit mit dem Auslösemechanismus und Training erhöhen die Auslöserate und Sicherheit. Der Airbag wird nach 3 Minuten automatisch entleert. Somit verringert sich der Schneedruck auf die verschüttete Person, sollte es trotz Airbag zu einer Verschüttung kommen. Dadurch entsteht ein Hohlraum der die Überlebenschancen deutlich verbessert.

  • Angeboten wird der PIEPS-Jetforce in 3 Größen:
  • Rider 10 L für Freerider
  • Tour Rider 24 L für klassische Tagestouren
  • Tour Pro 34 L für hochalpine bzw. Mehrtagestouren
  • Ausgestattet mit den bewährten PIEPS-Features wird der Tour Rider wie auch der Tour Pro in 2 Rückenlängen angeboten.

Weiterführende Informationen finden Sie unter http://www.pieps.com/de/cat/pieps-jetforce

 

(R)Evolution der Lawinenrucksäcke - Mammut

Der Boom von Freeriden und Skitouren hat in den letzten Jahren zu einer starken Weiterentwicklung der Airbag-Rucksäcke geführt. Früher als schwer und störend empfunden werfen moderne Versionen neben ihrem geringen Gewicht auch einen hohen Komfort in die Waagschale.
Der Schweizer Bergsportausrüster Mammut startet mit einer komplett überarbeiteten Linie von Lawinenrucksäcken in den Winter 2016/2017. Sowohl das Airbag-System selbst als auch alle Rucksackmodelle wurden optimiert. Das Ergebnis: extrem niedriges Gewicht bei gewohnt starker Leistung. Das neue Airbag System 3.0 ist so klein und leicht, dass man es weder beim Freeriden noch auf langen Skitouren wirklich spürt. Das Tragesystem ist wesentlich bequemer geworden und die durchdachte Ausstattung überzeugt Freerider wie ambitionierte Tourengeher gleichermaßen. Damit gibt es keine Entschuldigung mehr, auf diesen möglicherweise lebensrettenden Teil der persönlichen Sicherheitsausrüstung abseits markierter Pisten zu verzichten.

Mit einem Gewicht von nur ca. 1 kg ist das Removable Airbag System 3.0 inklusive Carbon-Kartusche das leichteste, das Mammut je entwickelt hat. In Kombination mit den Mammut Lightweight Rucksackmodellen lässt sich in der Summe viel Gewicht einsparen. Das leichteste Komplettpaket beginnt bereits bei 1,5 kg – die perfekte Symbiose für ambitionierte Tourengeher und Skibergsteiger. Das nur geringfügig schwerere Protection Airbag System 3.0 bietet genau wie das Vorgängermodell neben den Vorteilen eines normalen Airbags zusätzlichen Schutz vor mechanischen Verletzungen. Im Notfall legt sich der Airbag-Ballon schützend um Kopf, Nacken und Brustbereich. Bei den Protection Airbags wurde verstärkt an der Konstruktion der Schulterträger und des Hüftgurts gearbeitet – sie sind jetzt wesentlich flacher und dadurch bequemer zu tragen, was besonders weibliche Tourengeherinnen und Freeriderinnen zu schätzen wissen.

Nach wie vor bietet das Airbag System 3.0 volle Flexibilität und lässt sich in unterschiedliche Rucksäcke der jeweiligen 3.0 Produktreihe umbauen. So hat man immer den richtigen Rucksack für jede Unternehmung zur Verfügung – vom schlanken 15 l Powder Pack bis zum 45 l Lastenträger für Mehrtagestouren. Für die sekundenschnelle Füllung der Airbags wird weiterhin die bewährte und temperaturunabhängige Druckgastechnologie verwendet. Aus Sicht von Mammut ist dies für den Gebrauch in den Bergen das zuverlässigste System, da es jederzeit und unter allen Witterungsbedingungen einwandfrei funktioniert.

Die Neuerungen im Detail

Inflation System 3.0: Die Auslöseeinheit vereint neuerdings Luftmengenverstärker und Auslösemechanik in einem Gehäuse und spart so Platz und Gewicht. Es ist absolut zuverlässig, wartungsfrei und äußerst benutzerfreundlich, da es direkt nach dem Einschrauben der Kartusche einsatzbereit ist.

Auslösegriff 3.0: Der neue Auslösegriff in gut sichtbarem orange ist intuitiv zu bedienen und ab dieser Saisonhöhenverstellbar und somit auf jede Körpergröße anpassbar. Darüber hinaus ist er faltbar und lässt sich so platzsparend und sicher im Schulterträger verstauen.

Airbag Ballon 3.0: Der neue Airbag wurde mit Fertigungstechnologien aus der Automobilindustrie vollständig überarbeitet. Dadurch ist er noch robuster und leichter geworden. Um teilverschüttete Personen noch schneller zu finden, wurde das Material in speziellem Neon-Orange eingefärbt.

Weiterführende Informationen zur Mammut Airbag Technologie 3.0 finden Sie unter: https://www.mammut.ch/AT/de_AT/know-how/avalanche-safety/avalanche-airbags/decide

 

SCOTT Lawinen Rucksack mit Alpride Airbag System

Lawinenairbags funktionieren analog dem Phänomen des «Müesli-Prinzips»: Nach dem Schütteln schwimmen die großen Nüsse oben auf, die kleinen Haferflocken aber sinken zum Boden hin. Zieht der mit einem Lawinenrucksack ausgerüstete Skifahrer den Auslöser seines Airbags, so steigt die Chance, dass er dank dem erhöhten Volumen des aufgeblasenen Ballons an der Oberfläche des sich talwärts bewegenden Schneebretts bleibt.

Dieses Prinzip der inversen Segregation macht sich auch die Alpride-Technologie zu Nutzen, die Scott in seiner Lawinenrucksack-Linie verbaut. Anders als die Konkurrenz, setzt das Alpride-System auf zwei Standardkartuschen (je eine mit CO2 und Argon befüllt), wie sie in auch Rettungswesten von Flugzeugen genutzt werden. Diese Kartuschen erfüllen von vorneherein die Bestimmungen der International Air Transport Association IATA, was einen problemlosen Transport mit dem Flugzeug ermöglicht. Außerdem ist der Austausch bzw. Ersatz benutzter Kartuschen weltweit einfach und kostengünstig möglich. Das sind schwerwiegende Argumente insbesondere für jene Schneesuchende, die sich dem Traum vom Übersee-Powder auf dem amerikanischen Kontinent oder in Japan erfüllen.

Leicht fällt indes das Systemgewicht aus: gerade mal 1.240 g wiegt das Auslösesystem samt Ballon. Es lässt sich mit wenigen Handgriffen aus dem Rucksack ausbauen und in jeden der sechs verschiedenen Scott Airbag-Rucksäcke installieren. Diese Variabilität wissen Freerider und Skitourengeher dann zu schätzen, wenn sie an einem Tag liftunterstützte Abfahrten in und um ein Skigebiet absolvieren und eine Woche später auf Mehrtagestour gehen möchten.

Aber auch die Profis schwören auf die Lawinenrucksäcke von Scott: Die in Materialfragen äußerst kritische Bergwacht in Chamonix hat den Air Free AP 32 Kit vertrauensvoll in ihre offizielle Ausrüstung aufgenommen.

Highlights der neuen Lawinenrucksack-Linie von Scott:

  • Systemgewicht: 1.240 g
  • 150 Liter-Airbag bläst sich in 3 Sekunden auf
  • Extra Stabiler Ballon dank der Verwendung von zwei Gewebelagen
  • Neue Luftfilterkonstruktion mit verbesserter Zuluftöffnung
  • Problemlose Mitnahme im Flugzeug
  • Integrierter Rückenprotektor
  • Aluminium-Sicherheitsschnallen an Brust und Hüfte
  • Herausnehmbares Scott Alpride Airbag-System passt in alle Scott Lawinenrucksäcke