Lawinenwarndienst Steiermark

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Update zur Schneelage und Lawinensituation

Erstellt am 22. November 2019

Durch den Regen und die milden Temperaturen der letzten Tage ist in der Steiermark der erste Schnee in den mittleren Lagen wieder geschmolzen. Die großen Wassermengen haben in einigen Gebieten durch Muren und Hangrutschungen großen Schaden verursacht.

Über 1800m Seehöhe ist der meiste Niederschlag als Schnee gefallen und in den Niederen Tauern, den Gurk- und Seetaleralpen sowie der Dachsteingruppe sind bereits teils lohnende Skitouren ab der Waldgrenze möglich.

Gesamtschneehöhe in der Steiermark laut SNOWGRID Analyse am 22. November 2019 um 10:00 Uhr MEZ. (Quelle: ZAMG)

Auf den Bergen hat mit dem Schneefall auch immer kräftiger, teils stürmischer Wind aus südlichen Richtungen geweht. In den Hochlagen der schneereichen Gebirgsgruppen prägte sich damit besonders in den Expositionen Nord bis Ost ein Triebschneeproblem aus. Hier sind teils mächtige Schneeeinfrachtungen vorhanden und bereits die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Skitourengehers kann ausreichen, um eine Schneebrettlawine auszulösen.

Den starken Windeinfluss sieht man zum Beispiel auch am Zirbitzkogel. (Quelle: Günter Rieger)

Zusätzlich hat sich durch das Einschneien des warmen Bodens und den Regeneintrag in die Schneedecke bis weit hinauf oft ein Wasserfilm am Fundament der Schneedecke gebildet. Dadurch kann es aus steilen Wiesenhängen aller Expositionen zu spontanen Nass- und Gleitschneerutschen kommen.

Bei Unternehmungen im freien Gelände ist Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr notwendig!

Weitere Informationen und den Start des Lawinenlageberichts wird es bei der nächsten deutlichen Wetter- und Lawinenlagenänderung geben.