Lawinenprognosebericht
für Donnerstag, den 02.03.2017
(herausgegeben: Mittwoch, 01.03.2017, 15:50 Uhr)
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Triebschnee in den Hochlagen - mäßige Lawinengefahr!
Gefahrenbeurteilung
In der Steiermark wird die Lawinengefahr oberhalb der Waldgrenze mit mäßig beurteilt. Die Gefahrenstellen für Schneebretter liegen in ost- und nordausgerichteten Rinnen und Mulden. Hier lagerte sich der frische Triebschnee ab. Besondere Vorsicht ist beim Übergang von wenig Schnee zu viel Schnee geboten. Teilweise sind die Triebschneepakete bis zu 40cm dick! Grundsätzlich wird eine große Zusatzbelastung nötig sein, um ein Schneebrett auszulösen. In den Hochlagen kann allerdings vereinzelt eine geringe Zusatzbelastung ausreichen, um eine Lawine auszulösen.
Schneedeckenaufbau
Der Schnee (je nach Region 10 bis 20cm), welcher in der der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gefallen ist, hat sich bis in die mittleren Lagen gut mit der Altschneedecke verbunden. Durch den starken, böigen Wind bildeten sich innerhalb der Triebschneeauflage weiche Schichten aus, die als Schwachschichten dienen können. In den Hochlagen lagerte sich der Neuschnee auf einer harten, teilweise eisigen Altschneedecke ab.
Wetter
Am Donnerstag gibt es im Nordstau einige Schneeschauer. Die Schneefallgrenze liegt bei ca. 1200m. Südlich der Mur- Mürzfuche bleibt es niederschlagsfrei und es zeigt sich auch die Sonne. In 2000m hat es -2 Grad. Der Wind weht lebhaft aus Nordwest. Am Freitag gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken. Es wird föhnig und mild. Der Wind legt zu.
Tendenz
Die Schneebrettgefahr entspannt sich wieder. Sonnseitig werden nasse Lockerschneerutsche erwartet.

Der nächste Prognosebricht wird morgen bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Arnold Studeregger