Lawinenlagebericht
für Samstag, den 15.12.2018
(herausgegeben: Freitag, 14.12.2018, 16:15 Uhr)
english version
Gleitschneesituation - in den nördlichen Hängen liegt frischer Triebschnee.
Gefahrenbeurteilung
In den Nordalpen, in den Niederen Tauern sowie in den Gurk- und Seetaler Alpen herrscht mäßige sonst geringe Lawinengefahr. Zu beachten sind Triebschneepakete in den Schattenlagen. Hier können Schneebretter durch eine große Zusatzbelastung ausgelöst werden. Frisch gebildete Wechten sind meist instabil. Auf steilen Grashängen ohne Altschneedecke sind stelleinweise Schneemäuler entstanden. Diese können jederzeit entladen. Die Gefahr von Gleitschneelawinen bleibt daher bestehen.
Schneedeckenaufbau
In den südlichen Gebirgsgruppen sind in den letzten 24 Stunden 10 – 15cm Neuschnee ohne viel Wind gefallen. Dieser flockige Neuschnee überdeckt ältere Triebschneepakete, die auf kantigen Formen aufliegen. In den schneereichen Gebirgsgruppen (Nordstau) konnte sich die Schneedecke setzen. In den Nordexpositionen liegt frischer Triebschnee auf der Altschneedecke auf. In mittleren und tieferen Lagen ist durch den warm eingeschneiten Boden die Schneedecke in Bewegung und daher bleibt die Gleitschneeproblematik weiterhin Thema.
Wetter
Vor allem in den südlichen Gebirgsgruppen schneit es bei wenig Wind. Große Niederschlagsmengen werden jedoch nicht erwartet. Am Samstag hört der leichte Schneefall in den südlichen Gebirgsgruppen rasch auf. In den nördlichen Gebirgsgruppen ist hingegen mit leichtem Schneefall zu rechnen. Während des Tages zeigt sich von der Turrach bis zur Koralpe immer wieder die Sonne. Die Temperaturen in 2000m liegen bei -8 Grad. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus nördlichen Richtungen.
Tendenz
Die mäßige Lawinengefahr bleibt bestehen.

Der nächste Lagebericht wird Samstag bis etwa 18:00 Uhr herausgegeben.
Arnold Studeregger