Lawinenwarndienst Steiermark

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Technische Probleme mit der Homepage und LAWIS

Erstellt am 12. März 2019

 

Liebe Nutzerinnen und Nutzer der LWD-Steiermark Homepage,

derzeit haben wir aufgrund einer Server-Umstellung leider einige technische Probleme, was zur Folge hat, dass die Darstellung der Inhalte teilweise etwas seltsam aussieht oder veraltet ist. Zumindest Zweiteres lässt sich dadurch lösen, dass ihr die Seite in eurem Browser aktualisiert bzw. den Verlauf löscht (z.B. am Desktop PC das geringelte Pfeilchen anklicken oder Strg+F5 drücken bzw. am Mobilen Endgerät (Handy) je nach Browser aktualisieren bzw. die Browserchronik löscht). Insbesondere betrifft das die Darstellung der Stationsdaten im LAWIS.

Wir arbeiten daran, die Probleme so schnell wie möglich zu beheben!

Euer LWD-Steiermark Team


Erkundung älterer sowie Abgänge frischer Gleitschneelawinen und Stationsreparatur am wärmsten Februartag der Messgeschichte

Erstellt am 1. März 2019

Im Rahmen des Interreg Projektes CROSSRISK, für das die ZAMG Steiermark ein System zur lokalen Lawinenvorhersage auf der Veitsch aufbaut, waren wir am 28.02. mit Mitgliedern der lokalen Lawinenkommission unterwegs um uns ein Bild der aktuellen Gleitschneesituation am Breitriegel (Veitsch) zu machen. Auf dem südexponierten Hang haben sich während der frühlingshaften Bedingungen der letzten zwei Wochen (am 18. und 19.02) zwei große Gleitschneelawinen gelöst und leider auch die Schneepegel, die zur Überwachung der Schneehöhe im Anrissgebiet installiert wurden, mitgerissen.  Schneedeckenuntersuchungen zeigen, dass die Schneedecke auch in 1780m Höhe bereits bis zum Boden durchfeuchtet ist. Im Zuge der Begehung konnten wir auch weitere Gleitschneemäuler im Bereich Hundschupfen und auch im oberen Bereich des Breitriegels  beobachten, die sich bisher noch nicht gelöst haben.

Blick auf den Breitriegel mit den abgegangenen Gleitschneelawinen. Quelle: LWD
Großflächige Ablagerung einer Gleitschneelawine am Breitriegel (links) und Gleitschneemäuler im Bereich Hundschupfen mit meterhohen Verwerfungen die eher wie Bergschrund aussehen …. Quelle: LWD

Zudem wurden notwendige Wartungsarbeiten an der Messstation im Gipfelbereich durchgeführt. Der Strahlungsschutz der Luftfeuchte- und -temperaturmessung  wurde wahrscheinlich witterungsbedingt zerstört und musste erneuert werden.

Auch im Bereich der westlichen Schallerrinne gab es auf den steilen, sonnseitigen Wiesenhängen massive Gleitschneeaktivitäten. Am wärmsten Februartag in der Messgeschichte wurden zum Abschluss einer sehr milden und  strahlungsreichen Wetterphase erwartungsgemäß in vielen Regionen unterschiedlich große Gleitschneelawinen, vereinzelt auch Nassschneelawinen registriert.

Reparatur der Station Veitsch im Gipfelbereich, wo heuer überduchschnittlich viel Schnee liegt (links). Gleitschneelawine im Bereich der Schallerrinnen. Quelle: LWD 
 
Witterungsbedingte frische Lawine (Anriss rechsts) im Bereich der Kammapitze. Quelle: BMI/Püreschitz
Unmittelbar beobachteter Gleitschneeabgang am Leobner. Quelle: BMI/Püreschitz

Gleitschneelawinenabgang vom Bosruck, 26.02.2019

Erstellt am 26. Februar 2019

An der steirischen Südseite des Bosrucks löste sich am Dienstag in der Nacht von den Südhängen unterhalb des Bosruckgipfels  eine Gleitschneelawine in Richtung Igelsfeldalm. Im Rahmen der derzeitigen Lawinensituation gilt es (abseits eines so gut wie ausschließlich den Tourenbereich betreffenden Altschneeproblems) den Fokus vor allem auf Gleit- und Nassschneelawinen zu richten. Die in den Fotos ersichtliche Lawine, die die Hütten der Igelsfeldalm nur knapp verfehlte, unterstreicht dies. Wie schon des Öfteren im „Aktuellen“-Blog geschrieben, ist der Zeitpunkt des Abgangs von Gleitschneelawinen schwer vorherzusagen, lediglich sich öffnende Schneemäuler können auf einen bevorstehenden Abgang hindeuten. Aufgrund der heuer in den Nordstaulagen üppigen Schneemengen können solche Auslösungen zum Teil recht große Ausmaße erreichen.

Die Lawine, die sich vom Kitzstein löste … (Quelle: Karl Völkl, LK Ardning)
… verfehlte die Hütten denkbar knapp. (Quelle: Karl Völkl, LWK Ardning)

Eine weitere derzeit im Hinblick auf die Lawinensituation zu beachtende Gefahrenquelle geht von Nassschneelawinen aus. Sie unterliegen im Vergleich zu Gleitschneelawinen einem stärker ausgeprägten Tagesgang. Relevant ist in diesem Zusammenhang, in wie weit sich die Schneedecke während der Nachtstunden verfestigen kann. Dies hängt hauptsächlich vom Bewölkungsgrad, von der Luftfeuchtigkeit, von den Temperaturen sowie von der Stärke der darauf folgenden tageszeitlichen Einstrahlung ab. So kann sich die Schneedecke während klarer, trockener Nächte deutlich besser verfestigen, als dies bei bewölkten, feuchten Bedingungen der Fall ist. Umso stärker dieser nächtliche Stabilitätsgewinn während der Ausstrahlungsphase ist, desto länger benötigt die folgende Tageserwärmung und die Sonneneinstrahlung, um die Schneedecke wieder zu destabilisieren.


Verhältnisse auf der Planneralm

Erstellt am 25. Februar 2019

Das vorangegangene Wochenende bot zum Teil traumhafte Tourenbedingungen. Während es im Zuge des Niederschlagsereignisses am vergangenen Freitag in Höhenlagen unterhalb etwa 1300m regnete und die Schneeoberflächen in der Folge massiv verharschten, fiel in den Hochlagen bis zu einem halber Meter Neuschnee. Stürmischer Wind aus nördlichen Richtungen bildete zum damaligen Zeitpunkt frischen Triebschnee, der letztlich jedoch nicht so störanfällig war, wie es zunächst den Anschein hatte.

Bei traumhaftem Tourenwetter am Samstag waren die Windzeichen in der Schneedecke sehr gut ersichtlich. (Quelle: LWD)

Mit dem in den kommenden Tagen erwarteten Temperaturanstieg und zeitweiliger Sonneneinstrahlung tritt die Gleitschneeaktivität wieder in den Vordergrund der Lawinengefährdung. Dementsprechend konnten auf der Planneralm sowohl entladene, ältere Gleitschneelawinen als auch – auf (eventuell) künftig bevorstehende Abgänge hindeutende – Gleitschneemäuler gesichtet werden.

Wieder überschneite Gleitschneeabgänge (links) und offene Schneemäuler (rechts). (Quelle: LWD)

Viele Nass- und Gleitschneelawinen in den letzten Tagen

Erstellt am 20. Februar 2019

Durch den seit 14.2. bis gestern anhaltenden Hochdruckeinfluss herrschten überwiegend Sonnenschein und frühlingshafte Bedingungen in der gesamten Steiermark. Die Temperaturen lagen zu Mittag in 2000m durchwegs um +4 Grad und in 1500m schon bei +8 Grad. Durch die Einstrahlung und die Erwärmung verlor die Schneedecke an Stabilität was vermehrt zu spontanen Nassschneelawinen führte. Außerdem hat sich durch das Schmelzen des Schnees eine nasse Schmierschicht am Schneedeckenfundament zum Boden gebildet oder reaktiviert, was wiederum rege Gleitschneeaktivität bewirkte.

Aus steilen sonnseitigen Hängen wurden viele Nass- und Gleitschneelawinen registriert, die aufgrund des vielen Schnees vom Jänner teilweise mächtige Anrisshöhen aufwiesen.

Nass- und Gleitschneelawinen vom Triebenfaldkogel am 18.2. Quelle: shortythe.
Gleitschneelawine vom Stuhleck. Abgang wahrscheinlich am 19.2. in der Früh. Quelle: LWD
Sehr große Ablagerung von mehreren Nassschneelawinen vom Zeiritzkampl. Quelle: Armin Erlacher

Ältere und frische Nass- und Gleitschneelawinen aus der steilen Südseite des Kragelschinkens. Quelle: LWD

Der zusätzliche Wassereintrag in die Schneedecke ist ein ausschlaggebender Faktor für Nass- und Gleitschneelawinen. Während aber die Nassschneeaktivität der tageszeitlich bedingten Verstärkung von Einstrahlung und Erwärmung folgt, können Gleitschneelawinen davon unabhängig jederzeit spontan abgehen und sind daher sehr schwer vorherzusagen.


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