Lawinenwarndienst Steiermark

Logo: Join us on Facebook Logo: Lawinenwarndienst Steiermark Logo: Das Land Steiermark

Seite:  1 2 3 >  Letzte »

Der LWD Steiermark stellt die tägliche Herausgabe der Berichte für die Wintersaison 2016/17 ein!

Erstellt am 3. Mai 2017

Der Lawinenwarndienst bedankt sich bei allen Mitwirkenden (Alpinpolizei, Wetter- und Lawinenmelder, Bergrettung, Tourenforums-Postern, Online-Umfrageteilnehmer,…) für die Unterstützung in einer doch recht turbulenten Saison, die grundlegende Änderungen – wie den Lawinenprognosebericht am Nachmittag – mit sich brachte.

Wir wünschen allen einen erholsamen und unfallfreien Sommer!

Weiterer Ausblick: Die verbleibende Woche ist von unbeständigem Wetter geprägt, die Schauer- und Gewittertätigkeit wird zum Wochenende hin zunehmen. Nach einem sehr sonnigen Samstag dreht die Strömung am Sonntag auf Nord und somit erreichen uns feuchtere und kühlere Luftmassen. Aus heutiger Sicht ist in den Nordstaugebieten mit größeren Niederschlagsmengen zu rechnen, wobei eine um etwa 2000m liegende Schneefallgrenze erwartet wird. Während in tieferen Lagen mit Regen zu rechnen ist, wird sich in den Hochlagen frischer Triebschnee bilden.

Modellierte aktuelle Schneehöhe in der Steiermark. Quelle: ZAMG

Prämierung der besten Tourenforumfotos 2016/17

Erstellt am 2. Mai 2017

Nach einer langen Saison mit einem durchaus spannendem Ausklang wurden auch heuer wieder die besten Fotos des LWD Tourenforums der auslaufenden Saison 2016/17 am Institut für Geografie und Raumforschung der Universität Graz präsentiert. Neben einem ungemein lehrreichen Vortrag von Lawinenkommissionsobmann Hermann Kain über die Problematik von „Waldlawinen“ im Raum Wildalpen wurde vor der Prämierung der Fotos die auslaufende Saison durch einen ausführlichen Wetter-, Schnee- und Lawinenrückblick betrachtet.

Eine hochkarätige Fachjury bewertete aus einem Pool von 3733 Fotos das beste der Saison sowie die schönsten in den Kategorien „Schnee“, „Lawine“, „Alpinismus“ und „Wetter“. Zusätzlich konnten die Benutzer selbst alle geposteten Fotos bewerten und somit das Siegerbild in der Kategorie „Userwertung“ festlegen.

Die Siegerfotos 2016/17 können >>HIER<< bestaunt werden.

An dieser Stelle ein herzliches DANKE an alle Beitragsersteller für die ausführlichen Beschreibungen und die einzigartigen Fotos!

Danke auch an alle unsere Sponsoren für die Unterstützung und die tollen Preise!

Statistik 2016/17:

Forumsbeiträge: 648  (+24% zu 2015/16)
Registrierte User: 396
Anzahl der hochgeladenen Fotos: 3373 (+31% zu 2015/16)

Wetter: 1094
Lawinen: 154
Alpinismus: 1307
Schnee: 1178

TOP 5 POSTER    
shorty the.              62
Bergfreund             30
Harald Schober     27
Franz                       24
da oide neiwoida  23

Mit Abstand am meisten Beiträge postete zum wiederholten Mal "shorty the.", der den Preis für Platz 3. in der Kategorie Wetter entgegennehmen durfte. Quelle: LWD
Der hochinteressante Fachbeitrag über Lawinen aus bewaldeten Bereichen wurde dem Auditorium von Hermann Kain in einzigartiger Manier vorgetragen. Quelle: LWD

Situationsbeurteilung mit Erkundungsflug am 21.04.

Erstellt am 23. April 2017

Am 21.04. konnte sich der Lawinenwarndienst im Rahmen eines Erkundungsfluges mit dem BMI ein Bild von der herrschenden Situation in den neuschneereichen Regionen der Steiermark verschaffen. Ein Augenmerk lag in der Beurteilung der Einzugsgebiete der gesperrten Straßen, die gemeinsam mit den Lawinenkommissionsmitgliedern durchgeführt wurde. Dabei konnten zahlreiche Schneemäuler sowie bereits abgegangene Gleitschneelawinen aus steilen Wald- und Böschungsbereichen registriert werden. Die enormen Neuschneemengen (bis 150cm) fielen hier auf apere, warme Böden, was in Folge zum Abgleiten führte. Trotz der großen Anzahl war die Auslauflänge der Lawinen zum Glück meist gering.

Enorme Schneemengen in Hinterwildalpen. Zahlreiche Gleitschneerisse säumten die steilen Böschungen an den Straßen. In viele Zufahrten konnten die Schneemassen mit vorhandenen Mitteln nicht bewältigt werden.  Quelle: LWD

In höheren Lagen wurde der Schnee durch teils orkanartigen Wind verfrachtet. Hier gab es neben den vorherrschenden Gleitaktivitäten vereinzelt auch spontane Lockerschneelawinen und Schneebretter.

Zahlreiche Gleitschneerisse und spontane Lawinen prägten das Bild über weite Strecken der Nordalpen Quelle: LWD
Lawinenaktivität im Grenzbereich Niedere Tauern/ Nordalpen. Quelle: LWD

Im Tourenbereich war die Situation weiterhin heikel. Der in höheren Lagen kalte, trockene Schnee wurde vom Wind ordentlich bearbeitet. Der spröde Triebschnee gestaltete sich sehr störanfällig, die Schwachschichten in Form von unterschiedlich harten Schneelagen befanden sich im Triebschnee. Die meisten Alpinisten waren auf bereits „eingesommerten“ Schipisten unterwegs.

Der BMI-Hubschrauber aus Graz im Dauereinsatz, hier bei der Erkundung mit der Lawinenkommission Stainach-Pürg (links). Triebschneeablagerungen wie im Hochwinter in Bereichen über der Waldgrenze (rechts). Quelle: LWD

Der Vergleich zwischen den Niederen Tauern und den Seckauer Tauern spiegelt den Nord-Südgradienten des Schneefallereignisses deutlich wider. Einzig der Wind wirkte in sämtlichen Bergregionen der Steiermark.

Großflächige, frische Verfrachtungen in den Nordalpen standen windbeeinflusste aber schneearme Gipfelregionen in den südlichen Niederen Tauern gegenüber. Quelle: LWD

Extreme Neuschneemengen und Gefahrenstufe 5

Erstellt am 20. April 2017

Polare Kaltluft und feuchte Luftmassen vom Mittelmeer sorgten in den letzten zwei Tagen für Rekordschneemengen in der nördlichen Steiermark. Der ob der tiefen Temperaturen trockene Schnee wurde durch stürmischen bis orkanartigen Nordwind stark verfrachtet.

Das Höhentief lenkte die kalten Luftmassen über das nördliche Mittelmeer direkt an die Nordseite der Ostalpen. Quelle: ZAMG

Neuschneemengen von bis zu 150cm in 30 Stunden führten zu einer kritischen Situation, womit am 20.04. in der Früh in zwei Regionen Gefahrenstufe 5 ausgegeben wurde.

Der rasante Schneezuwachs konnte an vielen Pegeln live mitverfolgt werden. Quelle: LWD

Einige Straßen, wie hier die Gemeindestraße von Wildalpen nach Hinterwildalpen, mussten wegen akuter Lawinengefahr gesperrt werden.

Szenario wie im Hochwinter in vielen Talabschnitten. Quelle: Kain

An steilen, oft bereits aperen Böschungen konnte sich die enorme frische Schneeauflage zunehmend nicht mehr halten.

In den frühen Morgenstunden wurden - wie hier in der Eisenerzer Ramsau - zunehmend Gleitschneeaktivitäten registriert. Quelle: Albinger

"Das Schneeereignis des Jahres" zusammengefasst in einem eindrucksvollen Zeitraffervideo am Beispiel Mariazell, wo es in 36 Stunden knapp einen Meter Neuschnee gab!

>>>HIER GEHTS ZUM VIDEO<<<


Wintereinbruch im April!

Erstellt am 17. April 2017

Der Winter ist zurückgekehrt, in den kommenden Tagen ist in den Nordalpen und Niederen Tauern mit ergiebigem Schneezuwachs zu rechnen. Vorerst gelangt mit einer straffen, nordwestlichen Höhenströmung von der Nordsee feuchte und labile Kaltluft zu uns. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt dabei zwischen Dachstein-Totes Gebirge-Eisenerzer Alpen. In weiterer Folge dürfte die Okklusion eines von der Adria nach Osteuropa ziehenden Tiefs auch in den nordöstlichen Gebirgsregionen (Hochschwab-Rax-Schneeberg) für ergiebigere Schneefälle sorgen.

Die Störanfälligkeit der anwachsenden Triebschneepakete steigt mit zunehmender Seehöhe an, es ist in höheren Lagen mit erheblicher Schneebrettgefahr zu rechnen!

Bereits in den vergangenen 48 Stunden sind in den Hochlagen der Nordalpen bis über 30cm Neuschnee gefallen. Quelle: ZAMG SNOWGRID

 

Für die kommenden Tage werden im extremen Nordstau Neuschneesummen bis zu 1 Meter, in den Tauern bis zu einem halben Meter prognostiziert! Quelle: ZAMG SNOWGRID

 

 


Seite:  1 2 3 >  Letzte »